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Keyword-Recherche: Anleitung für kleine Unternehmen

Keyword-Recherche Schritt für Schritt: Wie kleine Betriebe in Bremen und Verden mit kostenlosen Google-Tools die richtigen Suchbegriffe finden.

Notizbuch und Laptop mit Suchanalyse auf dem Schreibtisch bei der Keyword-Recherche

Die kurze Antwort vorweg: Gute Keyword-Recherche heißt nicht, möglichst viele Suchbegriffe zu sammeln, sondern die wenigen zu finden, die deine Kunden mit Kaufabsicht eintippen. Für einen regionalen Betrieb sind das fast immer Begriffe aus Leistung plus Ort plus einem Zusatz wie „Kosten” oder „Angebot”. Dafür brauchst du keine teure Software, sondern Googles eigene kostenlose Werkzeuge und eine klare Reihenfolge.

Keyword-Recherche klingt nach SEO-Geheimwissen, ist aber im Kern eine simple Frage: Welche Wörter benutzen deine Kunden, wenn sie nach dem suchen, was du anbietest? Dieser Beitrag zeigt dir, wie du das systematisch herausfindest, ohne dich in Tools und Tabellen zu verlieren. Er ist Teil unseres Leitfadens zum Online-Marketing für kleine Unternehmen.

Warum die richtigen Keywords über deinen Erfolg entscheiden

Wer auf die falschen Begriffe optimiert, kämpft um Sichtbarkeit, die nichts bringt. Drei Zahlen helfen, das einzuordnen.

Erstens: Suchbegriffe sind in der Masse Nischenbegriffe. Rund 93 Prozent aller Keywords werden weniger als zehnmal pro Monat gesucht (Ahrefs, Long-Tail-Analyse über 110 Milliarden Keywords). Die wenigen großen Begriffe sind hart umkämpft, der Großteil der echten Nachfrage steckt im langen Schwanz der spezifischen Suchen. Genau dort liegt die Chance für kleine Betriebe.

Zweitens: Die meisten Suchen sind informationaler Natur. Eine klassische Analyse von über 1,5 Millionen Suchanfragen ordnete rund 80 Prozent dem Informationssuchen zu, je etwa 10 Prozent dem Navigieren und dem direkten Kaufen (Penn-State-Studie, Jansen et al.). Die Zahl ist älter, das Muster gilt bis heute: Die meisten Leute informieren sich erst, bevor sie anfragen. Wer nur auf die wenigen Kauf-Begriffe optimiert, lässt den größten Teil liegen.

Drittens: Längst nicht jede Suche führt zu einem Klick. In einer Auswertung von 2024 endeten knapp 60 Prozent der Google-Suchen in der EU ganz ohne Klick auf ein externes Ergebnis (SparkToro / Datos, Zero-Click-Studie 2024). Heißt: Sichtbarkeit allein reicht nicht, du brauchst Begriffe, bei denen Leute auch tatsächlich auf deine Seite klicken oder dich direkt kontaktieren, etwa über dein Google-Profil.

Suchintention verstehen: der wichtigste Schritt

Bevor du Begriffe sammelst, musst du verstehen, warum jemand sucht. Dieselbe Leistung wird auf ganz unterschiedliche Weise gesucht, und jede Variante gehört zu einer anderen Phase der Kaufentscheidung. Am Beispiel einer Badsanierung:

SuchbegriffWas dahinterstecktWofür der Begriff taugt
was kostet eine badsanierungInformiert sich, noch früh dranRatgeber-Beitrag, FAQ
badsanierung bremen kostenVergleicht regional, kurz vor AnfrageLeistungsseite mit Preisrahmen, Referenzen
badsanierung bremen angebotWill jetzt handelnKontakt- und Angebotsseite
[dein Firmenname] verdenKennt dich schonStartseite, Google-Profil

Der Begriff badsanierung allein ist national umkämpft, dort konkurrierst du mit Baumärkten und Portalen. Die regionale Variante badsanierung bremen kosten hat weniger Wettbewerb, eine klare lokale Absicht und deutlich höhere Aussicht auf eine echte Anfrage. Für regionale Betriebe ist diese Kombination aus Leistung, Ort und Zusatz fast immer der Sweet Spot.

Die praktische Konsequenz: Ordne jeden Begriff, den du findest, einer dieser Phasen zu. So weißt du sofort, ob er auf eine Ratgeberseite, eine Leistungsseite oder die Kontaktseite gehört.

Schritt für Schritt mit kostenlosen Google-Tools

Du brauchst für den Anfang keine kostenpflichtige Software. Googles eigene Werkzeuge liefern die ehrlichsten Daten, weil sie aus echtem Suchverhalten stammen. Hier die sinnvolle Reihenfolge.

Schritt 1: Ideen sammeln mit Google-Bordmitteln

Fang dort an, wo deine Kunden suchen, in der Google-Suche selbst. Tippe deinen Hauptbegriff ein und beobachte drei Stellen:

  • Suchvorschläge (Autocomplete): Während du tippst, schlägt Google die häufigsten Erweiterungen vor. Tippe „badsanierung bremen” und du siehst, was Leute wirklich anschließen, etwa „kosten”, „förderung”, „barrierefrei”.
  • „Ähnliche Fragen” (People also ask): Die aufklappbaren Frageboxen mitten in den Ergebnissen zeigen dir die konkreten Fragen rund um dein Thema. Gold wert für Ratgeber-Inhalte und FAQ-Abschnitte.
  • „Verwandte Suchanfragen”: Ganz unten auf der Ergebnisseite findest du weitere Varianten und Synonyme.

Schreib alles mit, was zu deinem Angebot passt. Diese drei Quellen kosten nichts, brauchen keinen Account und liefern überraschend viel.

Jetzt willst du wissen, welche der gesammelten Begriffe überhaupt gesucht werden. Zwei kostenlose Google-Tools helfen:

  • Google Keyword Planner: Liefert Keyword-Ideen und Suchvolumen. Ein Hinweis aus der Praxis: Ohne aktive Anzeigenausgaben zeigt Google das Volumen nur als grobe Spanne, etwa „100 bis 1.000”, statt als exakte Zahl (Google Ads Hilfe). Für die grobe Einordnung reicht das. Du brauchst ein Google-Ads-Konto, musst aber keine Anzeigen schalten.
  • Google Trends: Zeigt, wie sich die Nachfrage über die Zeit entwickelt, ob ein Thema saisonal schwankt und wie sich Begriffe regional unterscheiden. Den Vergleich nach Bundesland kannst du nutzen, um zu sehen, ob ein Begriff in Bremen oder Niedersachsen überhaupt Relevanz hat.

Wichtig für regionale Betriebe: Lass dich von niedrigen Volumina nicht abschrecken. Ein Begriff wie sanitärbetrieb verden zeigt vielleicht „0” oder eine winzige Spanne, ist aber für genau die Handvoll Leute, die ihn eingeben, hochrelevant, weil sie kurz vor einer Anfrage stehen. Genau hier zahlt sich saubere Keyword-Arbeit auf die lokale Sichtbarkeit aus. Diese spezifischen Long-Tail-Begriffe sind die Mehrheit der echten Nachfrage, auch wenn Tools sie kleinrechnen.

Schritt 3: Mit echten Daten validieren über die Search Console

Wenn deine Website schon ein paar Monate online ist, hast du die ehrlichste Datenquelle bereits: die Google Search Console. Sie zeigt dir unter „Suchanfragen” die echten Begriffe, für die deine Seite schon erscheint, samt Impressionen, Klicks und Position. Kostenlos, du musst nur einmal nachweisen, dass die Seite dir gehört.

Das ist Gold wert, weil es keine Schätzung ist, sondern reales Verhalten. Oft entdeckst du hier Begriffe, an die du nie gedacht hättest, für die du auf Seite zwei rankst. Genau das sind die Kandidaten, bei denen sich ein bisschen Nacharbeit am Inhalt sofort lohnt.

Häufige Fehler bei der Keyword-Recherche

Drei Stolperfallen sehen wir immer wieder:

  • Nur auf große Begriffe schielen. Der dicke Hauptbegriff mit viel Volumen ist verlockend, aber für einen Regionalbetrieb meist unerreichbar und oft zu unspezifisch. Die spezifischen, regionalen Long-Tail-Begriffe bringen weniger Besucher, aber die richtigen.
  • Die Suchintention ignorieren. Wer auf einen Informationsbegriff eine Verkaufsseite optimiert, wird weder ranken noch verkaufen. Erst die Phase bestimmen, dann den passenden Inhalt bauen.
  • Volumen über Relevanz stellen. Lieber ein Begriff mit 30 Suchen im Monat und klarer Kaufabsicht aus deiner Region als 3.000 Suchen, die deutschlandweit nach Inspiration suchen.

Von der Liste zur fertigen Seite

Keyword-Recherche ist kein Selbstzweck. Am Ende steht die Frage, was du mit der Liste machst. Die Logik ist einfach: Jeder Begriff bekommt einen Platz. Informationsbegriffe werden zu Ratgeber-Beiträgen wie diesem hier, regionale Kauf-Begriffe landen auf deinen Leistungsseiten, Markenbegriffe trägt deine Startseite und dein Google-Profil.

Ob du auf einen Begriff organisch (SEO) oder bezahlt (Google Ads) setzt, hängt davon ab, wie schnell du Ergebnisse brauchst und wie hart der Begriff umkämpft ist. Den ehrlichen Vergleich findest du unter SEO oder Google Ads, und was bezahlte Klicks realistisch kosten, steht in Was kostet Google Ads?.

Häufige Fragen

Wie viele Keywords brauche ich?

Weniger, als du denkst. Für die meisten kleinen Betriebe reichen eine Handvoll gut gewählter Begriffe pro Leistung, jeweils auf eine eigene Seite ausgerichtet. Qualität und Passung schlagen Masse.

Was mache ich, wenn mein Ort kein Suchvolumen anzeigt?

Das ist normal und kein Ausschlusskriterium. Regionale Begriffe haben oft so wenig Volumen, dass Tools sie als „0” führen. Solange der Begriff zu deiner Leistung und deinem Einzugsgebiet passt und eine klare Absicht hat, lohnt er sich, weil genau diese Sucher anfragebereit sind.

Brauche ich kostenpflichtige SEO-Tools?

Für den Start nicht. Suchvorschläge, „Ähnliche Fragen”, Keyword Planner, Google Trends und die Search Console decken den größten Teil ab. Bezahlte Tools sparen später Zeit, wenn du systematisch und in größerem Umfang arbeitest, sind aber kein Muss.

Wie oft sollte ich die Keyword-Recherche wiederholen?

Ein- bis zweimal im Jahr ein Blick in die Search Console reicht für die meisten Betriebe, plus immer dann, wenn du eine neue Leistung oder Zielregion aufnimmst. Suchverhalten ändert sich, und Google verzeichnet täglich rund 15 Prozent Suchanfragen, die nie zuvor gestellt wurden (Google, bestätigt 2025).

Wo du anfangen solltest

Keyword-Recherche ist kein einmaliges Großprojekt, sondern eine Routine: Begriffe in der Google-Suche sammeln, mit Keyword Planner und Trends einordnen, mit der Search Console an echten Daten prüfen, und jedem Begriff die passende Seite zuweisen. Wer das einmal sauber macht, weiß genau, worauf sich Aufwand lohnt, und worauf nicht.

Wenn du das nicht selbst durchexerzieren willst, übernehmen wir die Recherche und den Aufbau der passenden Inhalte als Teil unserer Arbeit rund um Online-Marketing. Schreib uns kurz für ein ehrliches Erstgespräch, es kostet nichts und danach weißt du, welche Begriffe deinen Betrieb in Bremen, Verden und Umgebung wirklich nach vorne bringen.